So funktioniert die Typisierung

Stäbchen rein, Spender sein“ – so lautet ein Werbeslogan für Typisierung. Aber ist es wirklich so einfach? Im Grunde ja – hier die wichtigsten Informationen:

Wer kann sich typisieren lassen? Alle gesunden Menschen im Alter zwischen 17 und 55 Jahren können sich typisieren lassen und zwischen 18 und 61 Jahren Blutstammzellen spenden. Was genau wird bei der Typisierung gemacht? Im Grunde ist es ein Abstrich der Mundschleimhaut. Mit einem Wattestäbchen streicht man den Wangenbereich im Mundinneren entlang und steckt das Stäbchen in ein Plastikröhrchen, das man dann zusammen mit einer Einverständniserklärung abgibt.

Was passiert mit dem Abstrich? In einem Speziallabor werden die Gewebemerkmale bestimmt. Die Ergebnisse werden dann in Datenbanken gespeichert und unter einer Kennnummer dem Zentralen Knochenmarkspender-Register (ZKRD) in Ulm mitgeteilt. Hier gehen alle Spendersuchen aus dem In- und Ausland ein. Die persönlichen Daten sind nur der Datenbank bekannt und werden nicht weitergegeben.

Was muss man im Vorfeld beachten? Wer sich typisieren lassen will, der sollte etwa eine halbe Stunde vorher nichts essen und trinken, nicht rauchen und keinen Kaugummi kauen. Eine Erkältung oder momentane Unpässlichkeit spielt keine Rolle. Auch Restalkohol ist kein Problem bei der Typisierung. Gibt es eine Möglichkeit, mich typisieren zu lassen, auch wenn ich am Sonntag keine Zeit habe? Ja. Wer verhindert ist, kann Material zur Typisierung bei Bianka Stöcker vom Aktionskreis „Hilfe für Leukämiekranke“ anfordern: per E-Mail an brief@biankastoecker.de oder per Telefon 09422/29 42. Was kostet eine Typisierung? Den Teilnehmer selbst kostet das Ganze nichts. Die Kosten von 40 Euro, die pro Typisierung entstehen, werden durch Spenden finanziert, die unter anderem durch den Aktionskreis „Hilfe für Leukämiekranke“ (siehe rechts) mobilisiert werden. – ver –


Bogener Zeitung | Landkreis Straubing-Bogen | 07.02.2019